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Fehlen Baubewilligungen, Pläne oder Fertigstellungsunterlagen, können sie grundsätzlich im Planarchiv der MA 37 eingesehen werden. Vor dem Termin sollten Adresse, Vertretungsbefugnis und vorhandene Dokumente geklärt sein, damit nur die tatsächlichen Lücken beschafft werden.
Warum die Planeinsicht zum Engpass wird
Die MA 37 weist selbst darauf hin, dass die Ressourcen des Planarchivs begrenzt sind. In den Erläuterungen zum Bauwerksbuch werden mehrmonatige Wartezeiten genannt; die aktuelle Terminseite sieht eine Adresse pro Termin vor.
Die Archivbeschaffung sollte deshalb nicht erst beginnen, wenn der Begehungstermin unmittelbar bevorsteht.
So bereiten wir die Einsicht vor
Zuerst wird geprüft, welche Pläne, Baubescheide, Fertigstellungs- oder Benützungsbewilligungen bereits digital oder in Papierform vorhanden sind. Nur die tatsächlichen Lücken gehen in die Archivbeschaffung.
- Liegenschaft und Adressen eindeutig zuordnen
- Vollmacht und Vertretungsbefugnis klären
- Vorhandene Dokumente inventarisieren
- Termin für die richtige Gebietsgruppe buchen
- Benötigte Unterlagen vor Ort digital erfassen
Was zum Termin benötigt wird
Nach den aktuellen Informationen der Stadt Wien werden ein Lichtbildausweis, ein höchstens drei Monate alter Grundbuchauszug und bei Vertretung eine Vollmacht benötigt. Für eine erforderliche Planeinsicht fallen derzeit einmalig 39 Euro je Haus an; die MA 37 verrechnet die Gebühr direkt.
Die konkreten Anforderungen und Gebühren sollten bei jeder Buchung nochmals auf der Website der Stadt Wien geprüft werden.
Was vor und nach dem Archivtermin dokumentiert wird
Vor der Buchung halten wir pro Adresse fest, welche Bewilligungen, Pläne und Fertigstellungsnachweise bereits vorliegen, welche fehlen und wer zur Einsicht berechtigt ist. Für den Termin entsteht daraus eine konkrete Liste der zu prüfenden Aktenstücke.
Nach der Einsicht werden die übernommenen Unterlagen dem passenden Gebäude und Baukörper zugeordnet. Wenn ein Dokument nicht auffindbar war, bleibt diese Lücke ausdrücklich offen; eine Schätzung aus Adressdaten wird nicht als Aktennachweis ausgegeben.
- Vorhanden, fehlend und angefragt getrennt erfassen
- Vollmacht und Terminbestätigung zur Adresse ablegen
- Scans nach Gebäude, Baukörper und Dokumentart zuordnen
- Offene Aktenlücken für die fachliche Prüfung sichtbar halten
Was das Planarchiv abdeckt
Die Planeinsicht betrifft bewilligte Pläne im Archiv. Für laufende Verfahren sind Termine bei den zuständigen Referentinnen oder Referenten zu vereinbaren. Pläne für elektrische Leitungen und Wasserrohrungen gehören laut Stadt Wien nicht zum Bestand des Planarchivs.
Die Stadt Wien sieht je Termin eine Adresse und grundsätzlich 30 Minuten pro Akt vor. Deshalb legen wir vorab fest, welche Unterlagen benötigt werden. Die MA 37 stellt die Behördengebühr von derzeit 39 Euro direkt dem Kunden in Rechnung; bei unserer Buchung wird sie nicht berechnet. Unsere Terminorganisation, Aktenarbeit und Scans bleiben Teil des vereinbarten Leistungsumfangs.
Was danach passiert
Die erhobenen Unterlagen werden dem Bauwerk zugeordnet und als Grundlage für Gebäudebeschreibung und Prüfplanung verwendet. Bei Nutzung des optionalen Kundenportals wird sichtbar, ob die Planeinsicht beantragt, terminiert oder abgeschlossen ist.
Häufige Fragen
Wann ist eine Planeinsicht bei der MA 37 überhaupt nötig?
Nur wenn Baubewilligungen, Pläne oder Fertigstellungsunterlagen bei Eigentümer und Hausverwaltung nicht vollständig vorhanden sind. Deshalb steht vor jedem Archivtermin die Inventur der vorhandenen Dokumente; nur die tatsächlichen Lücken gehen in die Beschaffung.
Wie lange dauert es, bis ich einen Termin im Planarchiv bekomme?
Eine verlässliche Zahl gibt es nicht. Die MA 37 weist selbst auf begrenzte Ressourcen hin, und die Erläuterungen zum Bauwerksbuch nennen mehrmonatige Wartezeiten. Für mehrere Adressen müssen eigene Termine organisiert werden. Aus der Zahl der Häuser lässt sich jedoch keine pauschale Gesamtwartezeit berechnen.
Was muss ich zum Termin mitbringen?
Nach den aktuellen Angaben der Stadt Wien einen Lichtbildausweis, einen höchstens drei Monate alten Grundbuchauszug und bei Vertretung eine Vollmacht. Anforderungen und Gebühren sollten vor jeder Buchung auf der Website der Stadt Wien geprüft werden, weil sie sich ändern können.
Kostet die Planeinsicht etwas?
Ja, wenn sie erforderlich ist: Die MA 37 verrechnet derzeit einmalig 39 Euro je Haus direkt an den Kunden. Diese Fremdgebühr ist nicht in unserem Fixpreis oder unserer Rechnung enthalten. Den Betrag prüfen wir vor der Buchung nochmals bei der Stadt Wien.
Kann die Hausverwaltung oder ein Dienstleister die Einsicht für mich übernehmen?
Ja, mit Vollmacht. Bei Vertretung verlangt die Stadt Wien den Nachweis der Vertretungsbefugnis. Wir klären Vollmacht und Liegenschaftszuordnung vor der Buchung, buchen den Termin für die richtige Gebietsgruppe und erfassen die benötigten Unterlagen vor Ort digital.
Rechtliche Angaben sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls. Preise und Leistungsumfang sind eigene Angaben von Bauwerksbuch Wien 24.
MA 37 – Erläuterungen zum Bauwerksbuch (PDF) →MA 37 – FAQ zum Bauwerksbuch (PDF) →Stadt Wien – Formulare, Merkblätter und Vollmachten →Stadt Wien – Planarchiv der MA 37 und Gebühren →Verantwortlichkeit: Redaktion und Quellenarbeit erläutern wir auf unserer Über-uns-Seite. Die fachliche Erstellung und Erstprüfung eines konkreten Bauwerksbuchs übernehmen entsprechend befugte, unabhängige Personen aus unserem Pool.